So bestand auch keine Möglichkeit das Gebäude vor Ort nutzen zu können.
Da das unter Denkmalschutz stehende Gebäude erhalten bleiben sollte und für die vorgesehene Nutzung als “Kulturscheune“ gut geeignet erschien, kam die Idee, das Gebäude an einen neuen Standort umzusetzen.
Dieser ehrgeizige Plan fand jedoch nicht nur Befürworter, denn was man vorhatte, war kein einfaches Unterfangen und zudem mit erheblichen Kosten verbunden.

Doch als genauere Untersuchungen des Gebäudes so langsam offenbarten, mit was für einem bedeutenden Juwel man es zu tun hatte, verstummten die Kritiker nach und nach.
Dass man es mit einem alten Gebäude zu tun hatte, war bekannt. Nicht umsonst war der Hof auch als “Hof Nr. 1“, als ältester im Ort, bekannt. Doch erst Datierungen ergaben, das man es mit dem ältesten erhaltenen Bauernhaus im gesamten Kreis zu tun hatte. Der älteste Teil des Gebäudes, das Mittelhaus - ein Zweiständer-Fachwerkhaus - ist offenbar sogar eines der ältesten seiner Art in ganz Niedersachsen, denn dendrochronologische Untersuchungen der alten Eichenbalken aus diesem Teil ergaben, das die Bäume im Jahre 1539 gefällt wurden. Somit konnte das Haus auf das Jahr 1540 datiert werden.
Aufgrund der Bedeutung des Gebäudes gelang es dann auch zahlreiche Fördermittel für dessen Erhaltung und Umsetzung zu bekommen, so dass das Projekt letztlich finanziert und in Angriff genommen werden konnte.

Bereits 2001 konnte das Projekt gestartet und Anfang 2002 mit dem Komplett-Abbau am alten Standort begonnen werden.

Hierzu wurde das Haus weitestgehend entkernt, wobei aber viele der alten Baumaterialien erhalten und beim Aufbau wiederverwertet wurden.

 

zurück zu Seite 1             weiter zu Seite 3